„¡Seamos como el CHE!“ – „Seien wir wie CHE!“

Rede von ÖKG-Vorsitzenden Michael Wögerer zum 53. Todestag von Ernesto „Che“ Guevara – Kundgebung Donaupark (08.10.2020)

Queridas compañeras y compañeros!
Liebe Genossinnen und Genossen!
Freundinnen und Freunde Kubas!

Obwohl aus bürgerlichem Haus und ohne Not in Argentinien aufgewachsen, erkannte Ernesto Che Guevara bereits in jungen Jahren die Ungerechtigkeiten, die es auf der Welt – vor allem in Lateinamerika – gab und heute noch gibt. Die Erfahrungen, die er auf seinen Reisen durch Südamerika sammeln konnte, erfüllten ihn mit jenem revolutionären Bewusstsein, das er in seinen späteren Jahren immer wieder unter Beweis stellte. Der Nachwelt gab er dazu folgenden Satz auf den Weg: „Seid vor allem immer fähig, jede Ungerechtigkeit gegen jeden Menschen an jedem Ort der Welt im Innersten zu fühlen. Das ist die schönste Eigenschaft eines Revolutionärs.“

Che Guevaras beeindruckende Lebensgeschichte, seine unkonventionelle Art, seine Zähheit im Umgang mit seiner Asthmaerkrankung, seine leidenschaftlichen Reden und Tagebucheinträge, sein internationalistischer Kampf gegen das Establishment und oftmals gegen Windmühlen sowie nicht zuletzt sein früher, gewaltsamer Tod mit 39 Jahren machten ihm zu einem Vorbild der progressiven Jugend weltweit.

Die Nachricht von der Ermordung Che Guevaras wird auch immer wieder als einer der Gründe genannt, warum zehn Jahre nach dem Sieg der kubanischen Revolution (1.1.1959) die Österreichisch-Kubanische Gesellschaft aus der Taufe gehoben wurde. „Als sich die Gründungsmitglieder zusammensetzten, um die ÖKG ins Leben zu rufen, waren ganz bestimmte objektive historische Bedingungen gegeben. Che Guevara fiel in die Hände seiner Mörder und musste sein Leben lassen; ganz Lateinamerika war in Aufruhr, progressive Regierungen etablierten sich auf diesem Kontinent und die europäische Linke stand geschlossen hinter den revolutionären Bewegungen Lateinamerikas. Der Antiimperialismus formierte sich sogar bei uns zu einer einenden und starken Kraft“, heißt es dazu in der 12. Ausgabe des Cuba Sí vom November 1979, 10 Jahre nach der ÖKG-Gründung am 2. April 1969.

Che Guevara hat nicht nur zu Lebzeiten die Gesellschaft, insbesondere Kubas, geprägt, sondern wurde zu einem Symbol vieler weiterer Generationen für den Kampf gegen die herrschende Wirtschaftsordnung. Sein Bild ging um die Welt und sein Kampf für Gerechtigkeit motivierte unzählige junge Menschen auf diesem Planeten, ebenfalls gegen Unterdrückung, Krieg und Ausbeutung auf die Barrikaden zu steigen.

„Seien wir realistisch. Versuchen wir das Unmögliche.“ Dies ist wohl eines der berühmtesten Zitate von Ernesto Che Guevara. Er will uns damit sagen, dass wir nicht müde werden sollen, für eine gerechte Welt zu kämpfen.
Egal an welchem Ort! Egal wie aussichtslos es erscheinen mag!

Che Guevara ist Symbol der Jugend, die sich gegen die herrschende Wirtschaftsordnung zur Wehr setzt und Symbol eines Kampfes, der solange Ausbeutung und Unterdrückung in dieser Welt herrscht, solange die Menschen nicht frei über ihr Schicksal entscheiden und in Frieden leben können, niemals zu Ende geht.

„¡Seamos como el CHE!“ – „Seien wir wie CHE!“

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