US-Behörden schweigen zu Angriff auf kubanische Botschaft in Washington

Von Gerald Schüßl, Havanna

In der Nacht zum 30. April wurde die kubanische Botschaft in Washington von einem Attentäter angegriffen. Über 30 Projektile feuerte der angeblich geisteskranke Angreifer auf das Gebäude der Botschaft ab. Gleichzeitig wollte er eine kubanische Flagge, die mit antikubanischen Parolen und zur Wiederwahl Donald Trumps aufruft am Botschaftszaun anbringen.

Die Reaktion us-amerikanischen Behörden sind seit zwei Wochen ausständig und lassen den Verdacht zu das es nicht in Ihrem Interesse ist die Hintergründe weiter aufzuklären. Besonders pikant wird die Angelegenheit bei der Betrachtung der Hintergründe der Person des Attentäters Alexander Alazo Baró und seines Umfeldes. Es ist als bewiesen anzusehen, dass er beste Kontakte zu antikubanischen Aktivisten in Miami hat. Unter anderem ist er Mitglied einer religiösen Vereinigung in Florida mit dem Namen „Doral Jesús Worship Center“, einer für seine militanten und antikubanischen Aktivitäten bekannte Organisation, bei der auch der us-amerikanische Vizepräsident Mike Pence und Senator Marcos Rubio gern gesehene Gäste sind.

Wie auch Kubas Außenminister Bruno Rodríguez in einer Pressekonferenz am Donnerstag ausführlich dargestellt hat, ist es als bewiesen anzusehen, dass Alazo Baró in den USA radikalisiert wurde und zumindest durch die bösartige und feindliche Rhetorik der US-Adminstration unter Donald Trump zu seiner Tat ermuntert wurde.

Eine kurze Internetrecherche zeichnet ein sehr eindeutiges Profil des Attentäters. Auch ist es wenig glaubwürdig das die Behörden in den USA keine Kenntnis über den Geisteszustand von Alazo Baró hatten. Seine Ehefrau hat dies den Behörden eindeutig zur Kenntnis gebracht, ohne irgendeinen Effekt dadurch zu erzielen.

Das Schweigen der us-amerikanischen Behörden, die Verweigerung der Aufklärung der Hintergründe der Tat, sind erschreckend entblößend und lassen durchaus einige Schlüsse zu. Es ist wenig glaubwürdig das die Behörden in den USA keine Kenntnis über die Aktivitäten hatten, vielmehr könnte man denken, dass sie dies billigend in Kauf nahmen.

Historisch gesehen wäre dies nicht das erste Mal und würde sich in eine Reihe von ähnlichen terroristischen Angriffen einreihen. Die brutale und kriminelle us-amerikanische Politik gegenüber Kuba muss endlich ein Ende haben, um solche Angriffe zu unterbinden.

Foto: @EMBACUBAEEUU

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