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Ansprache von Raúl Castro Ruz beim Festakt in Santiago de Cuba zum 50. Jahrestag der Revolution
Rede Raúl Castro Santiago de Cuba

Ansprache von Raúl Castro Ruz beim Festakt in Santiago de Cuba

zum 50. Jahrestag der Revolution

 

Frauen und Männer Santiagos!

Kämpfer der Rebellenarmee, Untergrundkämpfer, alle Verteidiger der Revolution während dieser 50 Jahre!

Mitbürger!

 

An einem Tag wie heute gilt unser Gedenken zuerst den Gefallenen des langen Kampfes. Sie sind Beispiel und Symbol der Anstrengungen und Opfer von Millionen Kubanerinnen und Kubanern. In enger Verbundenheit, ausgestattet mit dem Rüstzeug des Vorbildes von Fidel, seiner Lehren und Führung, lernten wir in der Härte des Kampfes Träume Wirklichkeit werden zu lassen; in der Gefahr die Ruhe und Zuversicht nicht zu verlieren; nach Rückschlägen wieder Mut zu fassen; jede Herausforderung in einen Sieg umzuwandeln und alle Hindernisse zu überwinden, so unüberwindlich sie auch scheinen mochten.

 

Wir, die das Privileg hatten, diese Etappe unserer Geschichte in aller Intensität zu erleben, wissen sehr wohl, wie richtig die Warnung war, die Fidel an jenem 8. Jänner 1959 in seiner ersten Rede nach dem Einzug in die Hauptstadt an uns richtete: „Die Tyrannei ist gestürzt, die Freude ist riesig. Aber es bleibt noch immer viel zu tun. Täuschen wir uns nicht: Die Aufgaben, die wir vor uns haben, sind vielleicht schwieriger als der Sieg.“

 

Zum ersten Mal hat das Volk die politische Macht errungen. Gemeinsam mit Fidel zogen die Freiheitskämpfer dieses Mal in Santiago de Cuba ein. Vorbei waren genau 60 Jahre absoluter Herrschaft des entstehenden nordamerikanische Imperialismus, der 1898 seine wahren Absichten zeigte, als er dem Befreiungsheer den Einzug in diese Stadt verwehrte. Vorbei war auch die große Verwirrung und vor allem die riesige Enttäuschung, die die nordamerikanische Intervention erzeugt hatte. Trotzdem blieb der Kampfgeist auch nach der formalen Auflösung des Mambí-Heeres aufrecht, ebenso wie die Ideologie von Céspedes, Agramonte, Gómez, Maceo und vieler anderer Kämpfer um die Unabhängigkeit.

 

Wir erlebten mehr als fünf Jahrzehnte korrupter Regierungen unter neuerlichen Einmischungen der USA, die Tyrannei unter Machado und die gescheiterte Revolution, die diese beendete. Schließlich kam 1952 der neue Staatsstreich und die Diktatur Batistas, errichtet mit der Unterstützung der nordamerikanischen Regierung in der Absicht, in ganz Lateinamerika Herrschaft auszuüben.

 

Für uns war klar, dass der bewaffnete Kampf der einzige Weg war. Wie damals Martí, standen die Revolutionäre wieder vor dem Dilemma des notwendigen Unabhängigkeitskrieges, der 1898 ergebnislos abgebrochen worden war. Die Rebellenarmee ergriff von neuem die Waffen der Mambí (Freiheitskämpfer gegen Spanien, Anm.) und verwandelte sich nach dem Sieg für immer in die unbesiegten Revolutionären Streitkräfte.

 

Die Generation des 20. Jahrhunderts, die 1953 die Moncada-Kaserne überfiel, orientierte sich am wichtigen Vermächtnis Martís, an seiner globalen humanistischen Vision, die weit über die Erlangung der nationalen Befreiung hinausgeht. In historischen Maßstäben war die Zeit zwischen dem Scheitern des Freiheitskampfes gegen Spanien und dem Sieg des Freiheitskrieges kurz. Am Beginn dieser Periode steht Mella, einer der Gründer der ersten Kommunistischen Partei und Begründer der FEU, als legitimer Erbe und Brücke, welche das Denken Martís mit fortgeschritteneren Ideen verschmilzt. Es waren Jahre der Reifung an Bewusstsein und Tatkraft der Arbeiter und Bauern und der Entwicklung eines kämpferischen Intellekts im Dienste des Patriotismus.

 

Die kubanische Lehrerschaft hat die kämpferische Tradition ihrer Vorgänger getreu bewahrt und an die neuen Generationen weitergegeben.

 

Vom ersten Moment des Sieges der Revolution an wurde für jeden einfachen Menschen offensichtlich, dass die Revolution ein gerechter sozialer Umsturz war, der an alle Türen pochte, von den Palästen Havannas bis zu den elendsten und entlegensten Hütten am Land.

 

Die Gesetze der Revolution erfüllten nicht nur das Programm der Moncada (enthalten in der Verteidigungsrede Fidels, Anm.), sondern gingen in der logischen Entwicklung des Prozesses weit darüber hinaus. Gleichzeitig schufen sie einen Präzedenzfall für die Völker unseres Amerika, die vor 200 Jahren die Emanzipationsbewegung aus dem Kolonialismus begannen.

 

In Kuba nahm die Geschichte einen anderen Verlauf. Kein anständiger Kubaner widerstand dem Wirbelwind der neuen Moral, der schon vor dem 1. Jänner 1959 begann, Korruption und Ungerechtigkeiten hinwegzufegen und gleichzeitig den Weg zu ebnen für die gewaltigen Anstrengungen eines ganzen Volkes, das beschlossen hat, sich das zu vergönnen, was es verdient und mit Schweiß und Blut errungen hat. Millionen Kubanerinnen und Kubaner waren Arbeiter, Studenten, Soldaten oder alles zusammen, sooft die Umstände es von ihnen forderten.

 

Nicolás Guillén hat die Bedeutung des Revolutionssieges vom Jänner 1959 für das Volk meisterhaft zusammengefasst: „Ich habe, was ich brauchte“ sagt er in einem seiner Verse, in dem er sich nicht auf materielle Reichtümer, sondern auf die Herrschaft über unser Schicksal bezieht.

 

Der Sieg war doppelt verdienstvoll, denn er wurde errungen gegen den krankhaften Hass und den Rachedurst des mächtigen Nachbarn.

 

Die Anzettelung und Unterstützung von Sabotage und krimineller Akte, der Invasionsversuch in der Schweinebucht, die Blockade und andere wirtschaftliche, politische und diplomatische Aggressionen, die permanente Kampagne von Lügen, um die Revolution und ihre Führungskräfte zu diskreditieren, die Oktoberkrise, die Entführungen und Attacken auf zivile Schiffe und Flugzeuge, der Staatsterrorismus mit dem schrecklichen Saldo von 3.478 Getöteten und 2.099 Invaliden, die Attentatspläne gegen Fidel und andere Führer, die Ermordung von kubanischen Arbeitern, Bauern, Fischern, Studenten, Diplomaten und Soldaten. Das und viele andere Verbrechen belegen die verzweifelte Anstrengung, um jeden Preis das Licht von Gerechtigkeit und Wohlbefinden seit dem Morgenrot des 1. Jänner zu löschen.

 

Alle nordamerikanischen Regierungen, eine nach der anderen, ließen nicht ab in ihren Versuchen, mit mehr oder weniger Gewalt das Regime Kubas zu stürzen. Widerstand war die Parole und der Schlüssel unserer Siege in diesem halben Jahrhundert voller Kämpfe, in denen wir entschlossen unsere Haut riskierten, ohne die Würdigung der empfangenen Solidarität zu unterschätzen.

 

Seit vielen Jahren halten wir uns als kubanische Revolutionäre an das Prinzip von José Martí: „Die Freiheit ist ein teures Gut, man muss entweder darauf verzichten oder den Preis dafür bezahlen“.

 

Auf diesem Platz hat uns Fidel am dreißigjährigen Revolutionsjubiläum zugerufen: „Hier stehen wir, denn wir konnten uns behaupten. 1999, ein Jahrzehnt später, sagte er von diesem selben Balkon aus, die Spezialperiode bedeute „das außerordentlichste Ruhmesblatt der patriotischen und revolutionären Härte (…) als wir absolut allein gelassen wurden mitten im Westen, 90 Meilen von den Vereinigten Staaten entfernt, und wir entschieden weiterzumachen.“ Ende des Zitats. Das wiederholen wir heute.

 

Es war ein fester Widerstand, ohne Fanatismus, gegründet auf bewährten Überzeugungen und der Entscheidung eines ganzen Volkes, diese um jeden Preis zu verteidigen. Ein lebendes Beispiel dafür ist die unbeugsame Haltung unserer fünf Helden.

 

Heute sind wir nicht mehr allein gegenüber dem Imperium diesseits des Atlantik wie in den Sechzigerjahren, als die Vereinigten Staaten im Jänner 1962 den Ausschluss Kubas aus der OAS erzwangen, des Landes, das kurz zuvor Opfer einer von den USA organisierten Invasion geworden war und ihre Kriegsschiffe bis an unsere Küsten vordrangen. Dieser Ausschluss aus der OAS war das Vorspiel einer direkten Militärintervention, die nur durch die sowjetischen Atomraketen verhindert wurde und in die Oktoberkrise mündete, die weltweit als die Raketenkrise bekannt wurde.

 

Heute ist die Revolution stärker denn je und sie ist keinen Millimeter von ihren Prinzipien abgewichen, selbst in den schwierigsten Momenten nicht. Daran ändert auch nichts, dass einige wenige ermüden, ja ihre Geschichte leugnen und vergessen, dass das Leben ein ewiger Kampf ist.

 

Haben sich deswegen die Gefahren vermindert? Nein, machen wir uns keine Illusionen. Wenn wir zurückdenken an die letzten 50 Jahre, drängt sich die Frage nach der Zukunft auf, und die kommenden 50 Jahre werden ebenfalls ein ständiger Kampf sein. Wenn wir die gegenwärtigen weltweiten Turbulenzen betrachten, können wir nicht glauben, dass die Zeiten leichter werden. Ich will niemanden erschrecken, aber das ist die reine Wahrheit.

 

Wir müssen uns vergegenwärtigen, was Fidel auch uns sagte, als er am 17. November 2005 zu den Studenten der Universität von Havanna sprach: „Dieses Land kann sich selbst zerstören, diese Revolution kann sich zerstören. Wer sie nicht zerstören kann, sind die anderen. Wir ja, wir können sie zerstören und es wäre unsere Schuld.

 

Wie können wir garantieren, dass etwas so Schreckliches für unser Volk nicht geschieht? Wie kann ein so vernichtender Schlag, von dem wir uns lange Zeit nicht erholen würden, vermieden werden? Es würde lange dauern, bis zu einem neuerlichen Sieg. Ich spreche im Namen aller, die gekämpft haben, von den ersten Schüssen in die Mauern der Moncadakaserne vor 55 Jahren bis zu den heroischen Missionen in anderen Ländern.

 

Ich spreche selbstverständlich auch im Namen der Gefallenen in den Unabhängigkeitskriegen und zuletzt im Befreiungskampf. Stellvertretend für sie alle spreche ich im Namen von Abel und José Antonio, von Camilo und Che, wenn ich vor allem betone, dass von den Führungskräften von morgen verlangt wird, dass sie nie vergessen, dass das die Revolution der einfachen Menschen ist, durch die und für die einfachen Menschen; dass sie sich nicht durch die Sirenengesänge des Feindes verführen lassen; dass ihnen bewusst ist, dass dieser in seinem Wesen immer aggressiv, herrschsüchtig und betrügerisch sein wird; dass sie sich niemals von unseren Arbeitern, Bauern und dem übrigen Volk abwenden; und dass das politische Engagement die Zerstörung der Partei verhindert. Lernen wir aus der Geschichte!

 

Wenn sie so handeln, können sie stets mit der Unterstützung des Volkes rechnen, selbst wenn sie sich einmal irren, sofern es keine wesentlichen Prinzipien betrifft. Wenn aber ihre Taten nicht im Einklang mit dieser Haltung stehen, werden sie weder die nötige Kraft noch die Gelegenheit haben, ihre Fehler gut zu machen, denn es fehlt ihnen die moralische Autorität, die die Massen nur jenen gewähren, die im Kampf nicht nachlassen. Letztlich könnten sie unfähig werden, äußeren und inneren Gefahren zu begegnen und noch weniger, die Früchte, errungen mit Blut und Opfern vieler Generationen von Kubanern, zu bewahren.

 

Wenn das eintrifft, wird unser Volk zu kämpfen wissen, an vorderster Front die Mambisen von heute, die sich weder ideologisch noch mit Gewalt entwaffnen lassen. Der historischen Führung der Revolution obliegt es, die neuen Generationen vorzubereiten auf die große Verantwortung, den Revolutionsprozess fortzusetzen.

 

Diese heroische Stadt Santiago so wie ganz Kuba, war Zeuge der Opfer von Tausenden Mitbürgern; des aufgestauten Zorns über so viele verbrecherisch hingemähte Leben; des unendlichen Schmerzes unserer Mütter und des großartigen Mutes ihrer Töchter und Söhne. In dieser Stadt wurde ein junger Revolutionär geboren, der mit 22 Jahren ermordet wurde, welcher die Opferbereitschaft, die Moral, Kühnheit, Gelassenheit und Vaterlandsliebe unseres Volkes symbolisiert: Frank País García.

 

In dieser östlichen Provinz entstand die Revolution. Hier erklang das Signalhorn von La Demajagua und der 26. Juli; hier landeten wir mit der Granma und begannen den Kampf in den Bergen und Ebenen, der sich dann auf die ganze Insel ausdehnte. Wie sagte Fidel in seiner Verteidigungsrede „Die Wahrheit wird mich freisprechen“: „Hier scheint sich täglich von neuem Yara oder Baire zu wiederholen.“

 

Nie mehr werden Elend, Schande, Missbrauch und Unrecht in unserem Land Einzug halten! Nie mehr wird die Trauer in die Herzen der Mütter zurückkehren noch die Scham in die Seelen der anständigen Kubaner! Das ist der feste Entschluss einer kampfbereiten Nation, die sich ihrer Pflicht bewusst und stolz auf ihre Geschichte ist.

 

Unser Volk kennt jede Unvollkommenheit des von ihm selbst geschaffenen und unter Einsatz des Lebens verteidigten Werkes. Wir Revolutionäre sind unsere größten Kritiker. Niemals haben wir gezögert, Fehler und Irrtümer öffentlich einzugestehen. Dafür gibt es mehr als genug alte und neue Beispiele.

 

Seit dem 10. Oktober 1868 war die Uneinigkeit die Hauptursache unserer Niederlagen. Seit dem 1. Jänner 1959 war die von Fidel geschmiedete Einheit die Garantie unserer Siege. Unser Volk verstand es, diese Siege allen Wechselfällen und Spaltungsversuchen zum Trotz zu bewahren und wusste das Einigende über die Differenzen zu stellen. Eigenbrötelei weicht dem Gemeinnutz und der Großzügigkeit.

 

Revolutionen erstarken und dauern nur an, wenn das Volk hinter ihnen steht. Diese Wahrheit zu verstehen und daran festzuhalten war der entscheidende Faktor für den Sieg, gegen Feinde, Schwierigkeiten und scheinbar unüberwindliche Herausforderungen.

 

Dass die Revolution das halbe Jahrhundert erlebt, ist Verdienst unseres wunderbaren Volkes, durch seine Entschlusskraft, Mut, Treue, solidarische und internationalistische Einstellung, seine außergewöhnliche Willensstärke und Opferbereitschaft, sein Vertrauen in den Sieg, in die Partei, in den Máximo Líder und vor allem in sich selbst.

 

Ich weiß dass ich die Überzeugung meiner Landsleute und vieler Revolutionäre in der Welt ausdrücke, wenn ich in dieser Stunde dem Comandante en Jefe der kubanischen Revolution, Fidel Castro Ruz, Huldigung erweise. Wir wissen: ein Einzelner macht nicht die Geschichte. Aber es gibt Menschen, die unersetzlich und fähig sind, entscheidend in den Lauf der Geschichte einzugreifen. Fidel ist einer davon, das bezweifelt niemand, nicht einmal seine erbittertsten Feinde.

 

Schon in früher Jugend machte er sich einen Ausspruch Martís zu eigen: „Aller Glanz der Weit hat in einem Maiskorn Platz.“ Er benutzte dieses Sprichwort als Schild gegen Eitelkeit und Flüchtigkeit, als Hauptwaffe gegen Schmeichelei und Ehrungen, wie berechtigt sie auch sein mochten, und für Bescheidenheit, Ehrlichkeit, Kampfbereitschaft und Wahrheitsliebe, die er als höchstes Gut pflegte. Auf diese Grundsätze bezog er sich in seiner Rede auf diesem Platz vor 50 Jahren. Seine Worte in jener Nacht sind heute ebenso gültig wie damals.

 

In diesem besonderen Moment, in dem wir nachdenken über den zurückgelegten langen Weg und den noch längeren Weg, der vor uns liegt, in dem wir neuerlich den Pakt mit dem Volk ratifizieren, gestattet mir abschließend, den Warnruf und den Aufruf zum Kampf zu zitieren, die der Comandante en Jefe am 1.Jänner 1959 von dieser Stelle aus an uns richtete:

 

„Wir glauben nicht, dass alle Probleme leicht zu lösen sind. Wir wissen, dass der Weg gespickt ist mit Hindernissen, aber wir sind vertrauensvolle Leute, die sich immer den großen Schwierigkeiten stellen. Das Volk kann sich auf eines verlassen: Wir können einmal oder viele Male irren, aber das Einzige, was man nie von uns sagen wird können, ist, dass wir stehlen oder dass wir Verrat üben.“ Und er fügte hinzu: „Nie werden wir uns von Eitelkeit oder Ehrgeiz hinreißen lassen (…) es gibt keine größere Genugtuung oder Auszeichnung als seine Pflicht zu erfüllen.“

 

An einem so wichtigen und symbolträchtigen Tag denken wir über diese Gedanken nach, die einen Leitfaden für jeden echten Revolutionär darstellen. Genießen wir die Befriedigung, unsere Pflicht bis jetzt geleistet zu haben, in Würde ein fruchtbares halbes Jahrhundert Heimatgeschichte geschrieben zu haben, sodass wir auf dieser Erde immer stolz ausrufen zu dürfen:

 

Ruhm unseren Helden und Märtyrern!

Es lebe Fidel!

Es lebe die Revolution!

Es lebe das freie Kuba!

 

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