ist ein Versuch, über originale, überwiegend traditionelle Kinderlieder Kinderwelten anderer Ethnien kennenzulernen. Die Lieder werden dabei überwiegend in der Originalsprache, bei Parampampin in spanisch, gesungen, wortwörtliche Übersetzungen ins Deutsche finden sich zu jedem Lied im 32- seitigen Booklet. Darüberhinaus soll in einem zweiten Teil des Projekts (samt eigenen Workshops) jedes Lied in singbarer deutscher Nachdichtung angeboten werden.
Die CD enthält 22 Stücke, beginnend mit Einsingen auf spanisch (Vocalización), einem zweisprachigen Schnellsprechspaß (Trabalenguas – Zungenbrecher) in der Mitte und endend mit dem Besuch des kubanischen Onkel bei den Entchen an der Alten Donau. Dazwischen findet sich eine Auswahl traditioneller und innovativer karibischer Kinderlieder durchsetzt mit zwei europäischen (Alle meine Entchen, Der Hahn ist tot) in mehrsprachiger Auflösung.
Die Themen der Lieder sind vielfach auch jene unserer Kinderwelten, es dominieren die Tiere. Elefanten versuchen auf einem Spinnennetz zu balancieren, das störrische Eselchen erscheint gleich zweimal, beim zweiten Mal hinreißend gesungen von der 3,5 jährigen Alicia.
Gleich am Beginn wird der Zug sehnsüchtig erwartet, der kleine Finger geht spazieren, Tiere werden beim Gehen nachgeahmt und ein kleines Hündchen wird für wenig Geld und ein paar Leder-Lackstiefel verkauft. Am Beginn der CD steht ein rhythmisch melodischer Ohrwurm: Pimpon, die Puppe aus Karton in zweisprachiger Auflösung und zum Mitklatschen animierend. Überhaupt dominieren karibische Rhythmen, jazzige Harmonik und Melodik und mithin Lebensfreude in allen Nummern der CD, was sie auch für Erwachsene leicht konsumierbar macht und den eher seltenen Fall einer Kinder-CD darstellt, dass nämlich Erwachsene und Kinder die CD gemeinsam mit Genuss hören können – ohne in einen (Musik-)Streit zu geraten. Die hervorragend musikalischen Arrangements und die kreative Umsetzung garantieren das Hörvergnügen.
Einige Lieder der neuen Produktion sind auch als einfache Sing-, Tanz- und Bewegungsspiele konzipiert (A la rueda rueda, Vamos a jugar, Un elefante, Hacer camino u.a.) und können das Repertoire aufgeschlossener FrüherzieherInnen kreativ erweitern. Ein emotional packender Höhepunkt ist das Schlaflied „Duérmete mi niño, duérmete mi amor“; das einen sanften karibischen Flaum fast in Zeitlupe gesungen über das sonst äusserst lebendige und lustbetonte
Klangbild der CD legt. Es wäre nicht die Karibik, würde nicht das Meer und das Schiff vorkommen, bei Parampampin ist es ein „Barquito de papel“ - ein Papierschiffchen.
Das 32-seitige (!) Booklet der neuen Kinder-CD enthält nicht nur alle Texte und die wortwörtlichen Übersetzungen sondern auch hervorragende Illustrationen des kubanischen Künstlers José Andres Rollock „Ogbeche“, die extra für die CD angefertigt wurden.
Die interessanten Arrangements und viele Kompositionen sind von Eldis La Rosa Monier, der nicht nur selbst Saxophon, Perkussion, Piano, Drums spielt und auch noch singt, sondern auch hervorragende MusikerInnen um sich geschart hat:
Es musizieren José Ariel Ramirez Barrera: Guitarra, Voc; M. Alfonso: Voc, Sologesang;Maria Ivanova: Voc, Sologesang; Tobias Kohlwein: Voc; Victor Manuel Fuentes Hernández: Congas; Yenisey Rodriguez Rodriguez: Cello; Alicia La Rosa Monier (3,5 Jahre): Sologesang. Aufgenommen wurde im MoreMusic-Studio in Wien, die Grafik besorgte Renate Djukic, Produzent und Herausgeber ist Ulrich Gabriel (unartproduktion), bereits bekannt aus der KinderCD-Reihe „GAULS Kinderlieder“. Die Idee zu dieser Produktion hatte Lucia Mennel, in deren Händen auch die Projektleitung und die Konzeption lag. Parampampin ist die CD einer neuen von Lucia Mennel entworfenen Reihe von Kinder-CD’s mit dem Titel: musik.welt.räume, deren Intentionen sie aufS 31 des Booklets wie folgt darstellt:
Lucia Mennel: „Die CD - Reihe von unartproduktion vermittelt Ausblicke auf geographisch definierte Räume und stellt musikalische Einblicke in Kulturen und Sprachenvielfalt einer sich transformierenden Welt zur Verfügung. Mit der Schaffung kreativer musik.welt.räume wird die Lust auf die Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Lebenswelten und Weltregionen angeregt, das anthropologische Verstehen und der transkulturelle Dialog gefördert.“