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Im US-Gefangenenlager Guatanamo auf Kuba soll regelmäßig und mit System gefoltert werden. Diese schweren neuen Anschuldigungen gegen das US-Militär erhebt die "New York Times". Die Zeitung beruft sich dabei auf US-Soldaten und Geheimdienst-Mitarbeiter. Die Gefangenen würden gefesselt und stundenlang grellem Licht und lauter Musik ausgesetzt. Zusätzlich werde mit Kälte gearbeitet. Die Interviewten wollten laut der Zeitung anonym bleiben. Sie befürchten Repressalien durch das Pentagon.
Folter auf Kuba

New York Times: USA foltern in Guantanamo Bay 

Im US-Gefangenenlager Guatanamo auf Kuba soll regelmäßig und mit System gefoltert werden. Diese schweren neuen Anschuldigungen gegen das US-Militär erhebt die "New York Times". Die Zeitung beruft sich dabei auf US-Soldaten und Geheimdienst-Mitarbeiter. Die Gefangenen würden gefesselt und stundenlang grellem Licht und lauter Musik ausgesetzt. Zusätzlich werde mit Kälte gearbeitet. Die Interviewten wollten laut der Zeitung anonym bleiben. Sie befürchten Repressalien durch das Pentagon.

Schwere Anschuldigungen

In dem US-Gefangenenlager auf dem Stützpunkt Guantanamo Bay auf Kuba sind unkooperative Gefangene einer Zeitung zufolge regelmäßig misshandelt worden.
Dies berichtete die "New York Times" bereitsb am Sonntag, 17. Oktober 2004, unter Berufung auf Wachleute des Lagers und Mitarbeiter der Geheimdienste. Seitdem untermauerten zahlreiche Befunde diese Behauptungen. Das US-Militär hat in der Vergangenheit lediglich von Einzelfällen dieser Art gesprochen, die keine gängige Praxis seien.

Wie gefoltert wurde

Dem Blatt zufolge wurden unkooperative Gefangene bis auf die Unterwäsche ausgezogen und an Händen und Füßen gefesselt. Sie seien grellem Licht und lauter Musik ausgesetzt worden, während gleichzeitig die Klimaanlage voll aufgedreht worden sei, um die Gefangenen extremer Kälte auszusetzen. Dies sei über einen Zeitraum von bis zu 14 Stunden geschehen.

Interviewte wollten anonym bleiben

Laut "New York Times" bestanden die Interviewten aus Furcht vor Repressalien auf Anonymität.
Damit liegen erstmals detaillierte Beschreibungen über Verhörmethoden vor, die von in Guantanamo Bay Arbeitenden stammen, so die "New York Times" weiter.

Pentagon: "Professionelle Arbeit"

Der Zeitung zufolge wollte sich das Verteidigungsministerium zu den Vorwürfen nicht äußern. Es habe in einer Erklärung darauf verwiesen, dass in Guantanamo "sichere, menschliche und professionelle" Arbeit geleistet werde. Anfang des Jahres hatten Berichte über Misshandlungen von Irakern durch US-Soldaten in dem bei Bagdad gelegenen Gefängnis Abu Ghoraib international für Entsetzen gesorgt.

Hunderte Häftlinge

Die USA internieren in Guantanamo Bay auf Kuba seit Jänner 2002 mutmaßliche Taliban- und El Kaida-Kämpfer. Derzeit sind in dem Lager fast 600 Häftlinge aus über 40 Nationen zum Teil schon seit zwei Jahren ohne Anklage oder Zugang zu Anwälten interniert.
Menschenrechtsgruppen haben die USA scharf wegen des Umgangs mit den Gefangenen kritisiert. Washington verweigert den Häftlingen den Status als Kriegsgefangene und spricht von illegalen "feindlichen Kämpfern" ("enemy combatants"). Die USA haben den Taliban-Kämpfern den Schutz durch die Genfer Konvention zugebilligt, nicht jedoch den El-Kaida-Mitgliedern.

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